Mittelfristig strebt Mercedes-Benz Cars einen Absatz von rund 2 Millionen Fahrzeugen an, einschließlich eines Anstiegs der Top-End-Vehicle-Verkäufe (TEV) um 15% und einer Verdopplung des xEV-Anteils. Grundlage sind neue, hoch wettbewerbsfähige Produkte und konsequente Kostendisziplin. Mittelfristiges Ziel ist eine bereinigte Umsatzrendite (RoS) von 8–10% für Mercedes-Benz Cars.
Die vollen Effekte des Programms Next Level Performance – einschließlich Reduktionen bei fixen und variablen Kosten sowie niedrigerer Investitionen – werden die Cash Conversion und die Cash-Generierung nachhaltig stärken.
Die Produktion wird weiter verschlankt und effizienter aufgestellt. Die globale Produktionskapazität wird bis 2028 auf rund 2,2 Millionen Einheiten angepasst. Die Montage von Mercedes-Benz Fahrzeugen im COMPAS-Joint-Venture-Werk in Aguascalientes endet im Jahr 2026. In Deutschland wird die Produktionskapazität bei 900.000 Einheiten liegen; Kecskemét (Ungarn) kann Kapazitäten von bis zu 400.000 Fahrzeugen bereitstellen.
Begleitend dazu wird die Produktionseffizienz weiter gesteigert – durch niedrigere Energiekosten, eine höhere Anlagenauslastung, einen steigenden Automatisierungsgrad und den verstärkten Einsatz Künstlicher Intelligenz. Zusätzlich werden Logistikkosten durch optimierte Transportwege und gezieltes Outsourcing weiter reduziert. Ziel ist, die Produktionskosten je Fahrzeug ab 2027 um 10% gegenüber dem Niveau von 2024 zu senken.
Im Jahr 2025 wurden bereits signifikante Fixkostensenkungen umgesetzt. Zusätzlich wurde ein Programm zur Reduzierung der Personalkosten gestartet, das die Effizienz in den Jahren 2026 und 2027 weiter erhöhen und eine Senkung der Fixkosten um 10% im Zeitraum von 2024 bis 2027 unterstützen soll. Weitere Effizienzmaßnahmen umfassen die Reduzierung von Management-Positionen, das Outsourcing von Nicht-Kernaktivitäten, die eingeleitete Veräußerung eigener Retail-Aktivitäten in Deutschland sowie die Bündelung kundenorientierter Aktivitäten aus Vertrieb und Financial Services in einer integrierten Organisation.
Die Materialkosteneinsparungen sollen rund 8% bis 2027 erreichen und danach auf 10% steigen. Treiber sind die weitere Stärkung des „Local-for-Local“-Ansatzes, die konsequente Nutzung von Beschaffungsmöglichkeiten in Best-Cost-Ländern, radikale Kostenplanung, eine enge Zusammenarbeit von Forschung & Entwicklung, Einkauf und Lieferanten sowie eine weitergehende Standardisierung von Komponenten und Modulen.
Die Sachinvestitionen sowie die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung erreichten 2025 ihren Höhepunkt und werden ab 2026 zurückgehen. Künftig entfallen 70–80% der Plattforminvestitionen auf Top-End Fahrzeuge und Fahrzeuge des Kernsegments. Parallel dazu wird ein skalierbarer Technologie-Stack – einschließlich MB.OS und MB.DRIVE (ADAS) – über das gesamte Produktportfolio ausgerollt: segmentübergreifend sowie über High-Tech-Verbrenner-(ICE) und BEV-Architekturen hinweg.