Steinway.

Mercedes-Benz in Nordamerika

Meilensteine und Entwicklung.

1886 veränderte Carl Benz mit der Erfindung des modernen Automobils – dem Benz Patent-Motorwagen – die Welt nachhaltig. Nur zwei Jahre später kam Gottlieb Daimler in die USA und gründete gemeinsam mit dem Klavierhersteller William Steinway die Daimler Motor Company mit Sitz in Queens, New York.

Damit wurde der Grundstein gelegt, dass deutsche Ingenieurskunst in den USA heimisch wurde. 1905 startete die lokale Montage des „American Mercedes“. Pioniergeist und technische Exzellenz dieser frühen Jahre prägen bis heute die dauerhafte Präsenz von Mercedes-Benz vor Ort.

Der „American Mercedes“ wurde im Zeitraum von 1905 bis 1907 gebaut. Die damals produzierte Stückzahl wird auf unter 100 Fahrzeuge geschätzt.
Der „American Mercedes“ wurde im Zeitraum von 1905 bis 1907 gebaut. Die damals produzierte Stückzahl wird auf unter 100 Fahrzeuge geschätzt.

In derselben Zeit sorgten Erfolge im Motorsport – etwa ein Landgeschwindigkeitsrekord, den Barney Oldfield mit dem „Blitzen-Benz“ am Daytona Beach aufstellte – für zusätzliche Strahlkraft. Die Marke wurde damit auch für die Hollywood-Elite und andere vermögende Käuferinnen und Käufer attraktiv. Das ebnete den Weg für den kontinuierlichen Import durch den legendären Händler Max Hoffman, der sich zudem für die Entwicklung des 300 SL „Gullwing“ starkmachte – vorgestellt 1954 auf der International Motor Sports Show in New York.

Heute ist die USA der zweitgrößte Markt für Mercedes-Benz. Mit Standorten in 13 Bundesstaaten sowie Produktionsstätten für den lokalen und weltweiten Bedarf ist das Unternehmen dort stark verankert. Hunderttausende Arbeitsplätze werden direkt und indirekt unterstützt – und Mercedes-Benz investiert weiter, um seine Präsenz in den USA auszubauen.

Geboren in Queens, New York: der „American Mercedes“

Der „American Mercedes“ wurde 1905 auf der National Automobile Show in New York vorgestellt. Abgeleitet vom Mercedes-Simplex 40/45 PS (Baujahr 1905) war er der erste Mercedes, der vollständig in den Vereinigten Staaten gefertigt wurde.

Damit ist der „American Mercedes“ zugleich das erste Beispiel eines ausländischen Automobilherstellers, der in den USA eine eigene Produktion aufbaute, um Fahrzeuge gezielt für den heimischen Markt zu entwickeln.

Bekannte erhaltene Exemplare: 1 (im Besitz von Mercedes-Benz; vollständige Restaurierung im Mercedes-Benz Classic Center in Long Beach, Kalifornien, geplant für 2026).

Zeitgenössische Anzeige für den „American Mercedes“: Vier Zylinder und 45 PS reichten für eine Höchstgeschwindigkeit von rund 90 km/h.
Zeitgenössische Anzeige für den „American Mercedes“: Vier Zylinder und 45 PS reichten für eine Höchstgeschwindigkeit von rund 90 km/h.

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