• Seit 140 Jahren versteht Mercedes-Benz, was Kundinnen und Kunden bewegt: Dieses Wissen fließt kontinuierlich in die Entwicklung von Antriebstechnologien ei.

Ob vollelektrisch oder als Hybrid

Mercedes-Benz bietet den passenden Antrieb für alle Kundenbedürfnisse.

27. Oktober 2026 – Mehr als 40 neue Modelle in weniger als drei Jahren: Was noch vor einem Jahrzehnt kaum vorstellbar war, wird bei Mercedes-Benz bis Ende 2027 Realität. Die Marke erweitert ihr Portfolio so schnell und stark wie nie zuvor. Ob vollelektrisch oder als Hybrid: Mercedes-Benz bietet den passenden Antrieb für alle Kundenbedürfnisse weltweit.

Die Basis dafür sind datengetriebene Entwicklung, digitale Simulationen, intensive Prüfstandsarbeit und mehr als 140 Jahre Ingenieurskompetenz. Dank intelligenter Modularität lassen sich Antriebssysteme, Batterien, Fahrzeugarchitekturen und Software flexibel über zahlreiche Modelle hinweg skalieren – und damit technologische Vielfalt anbieten. Das Mercedes-Benz Operating System (MB.OS) vernetzt die zentralen Fahrzeugfunktionen in einem intelligenten, anpassbaren und updatefähigen Gesamtsystem, unabhängig vom Antrieb. So entsteht in jedem Fahrzeug der markentypische Fahrcharakter: eine einzigartige Verbindung aus Komfort, Sicherheit, Souveränität, Sportlichkeit und Präzision.

Keine Technologie prägt den Charakter eines Fahrzeugs so sehr wie sein Antrieb, egal ob vollelektrisch oder als Hybrid. Unsere Kundinnen und Kunden haben weltweit unterschiedliche Bedürfnisse und Erwartungen. Deshalb ist es unser Anspruch, die jeweils beste Technologie so einzusetzen, dass sie einen spürbaren Mehrwert bietet und unsere Kundinnen und Kunden begeistert. Wahre Innovation entsteht dort, wo technische Exzellenz zu einem intuitiven Fahrerlebnis wird und eine fast selbstverständliche emotionale Verbindung zwischen Mensch und Fahrzeug schafft.

Jörg Bartels
Vice President, Powertrain Development, Mercedes-Benz AG

Von der digitalen Simulation zur physischen Erprobung: Antriebsentwicklung nach Kundenbedürfnissen

Mercedes-Benz entwickelt Antriebe konsequent auf Basis realer Kundenbedürfnisse und Nutzungsszenarien. Im Fokus steht nicht die eine Lösung für alle, sondern der jeweils passende Antrieb für unterschiedliche Anforderungen. Jeder Antrieb muss beides bieten: Dynamik und Komfort. Wer beispielsweise auf der Autobahn dynamisch fährt, erwartet in der Stadt dennoch souveränen Fahrkomfort.

Die Entwicklung jedes Antriebssystems beginnt mit einem detaillierten Verständnis des tatsächlichen Kundenverhaltens. Fahrzyklen, Beschleunigungsmuster, Fahrpedalbewegungen, Anhängerbetrieb oder Anfahrten am Berg werden in konkrete Entwicklungsziele übersetzt. Daraus entsteht zunächst in der Computersimulation das passende Antriebskonzept: Leistung, Drehmoment, Getriebeübersetzung und Regelstrategie werden virtuell in zahllosen Kombinationen durchgespielt, bevor ein Bauteil entsteht. Am Prüfstand wird dieses simulierte Verhalten anschließend unter realen Last- und Temperaturbedingungen vermessen und validiert – zum Beispiel wie sich Drehmoment aufbaut oder wie sich die Leistung bei Hitze verändert. Erst danach folgt der Test im Fahrzeug. So wird sichergestellt, dass ein Mercedes-Benz unter allen Bedingungen bestmöglich funktioniert.

Perfekt auf das jeweilige Fahrzeug und seinen Antrieb abgestimmt, werden Fahrwerk, Bremsen und Lenkung als integriertes Gesamtsystem entwickelt. Das Ergebnis ist der typische Mercedes-Benz Fahrcharakter: eine einzigartige Kombination aus Komfort, Sicherheitsgefühl, Souveränität, Sportlichkeit und Präzision, die sich durch das gesamte Portfolio zieht. Unabhängig von der Antriebsart vermittelt jeder Mercedes-Benz ein vertrautes Fahrgefühl, unterstützt die Fahrerin oder den Fahrer in kritischen Situationen und ermöglicht entspanntes Reisen auf langen wie kurzen Strecken.

Vollelektrisch oder mit Verbrennungsmotor: modulare Antriebssysteme – skalierbar über Segmente hinweg

Alle Antriebssysteme von Mercedes-Benz folgen einem modularen Prinzip mit hoher Bauteilgleichheit. Das ermöglicht technologische Vielfalt, beschleunigt die Weiterentwicklung und unterstützt eine wirtschaftliche Entwicklung und Produktion.

Bei den Antrieben mit Verbrennungsmotoren setzt Mercedes-Benz auf modulares Design und hohe Skalierbarkeit. Die Benzin- und Dieselhybride der FAME-Palette (Family of Modular Engines) kombinieren durch das ISG 2.0 geringeren Verbrauch mit gesteigerter Leistung für eine Vielzahl von Fahrzeugen – vom GLA bis zur S Klasse. Gemeinsame Merkmale sind unter anderem ein Vollaluminium-Kurbelgehäuse mit NANOSLIDE® Technologie, ein Zylinderkopf mit teilintegriertem Krümmer, ein Turbolader mit Segmentturbine und schaltbarer Flutenverbindung, eine kompakte Ladeluftstrecke und die motornahe Abgasanlage. Eine einheitliche MB.OS-Architektur schafft Synergien bei der Antriebssoftware.

Auch für vollelektrische Modelle hat Mercedes-Benz einen modularen Antriebsbaukasten entwickelt, der aus dem bahnbrechenden Technologieprogramm VISION EQXX abgeleitet ist. Dieser lässt sich über alle Baureihen und Segmente hinweg skalieren. In CLA, CLA Shooting Brake, GLB und GLA sowie GLC und C Klasse verbindet er souveräne Alltags- und Langstreckentauglichkeit mit dem Mercedes typischen Fahrgefühl – jeweils angepasst an die unterschiedlichen Kundenbedürfnisse und Nutzungsprofile. Im nächsten Schritt skaliert Mercedes-Benz diese 800-Volt-Architektur für größere Baureihen wie die E Klasse und S Klasse.

Kundinnen und Kunden erleben das Zusammenspiel aller Komponenten. Beim vollelektrischen Antrieb wirken Hochvoltbatterie, die elektrische Antriebseinheit (EDU), Thermomanagement, Ladesystem und Software als ein System zusammen. Ziel ist eine maximal verlustarme Energienutzung von der Zelle bis zum Rad.

Elektrische Antriebseinheit: von Mercedes-Benz entwickelt und gefertigt Schließen

Die elektrische Antriebseinheit 2.0 (EDU) ist eine von zwei Schlüsselkomponenten des vollelektrischen Antriebs. Daher hat Mercedes-Benz sie vollständig selbst entwickelt und fertigt sie im eigenen Powertrain-Produktionsverbund. Die EDU 2.0 ist ein weiterer Beleg für die hohe Ingenieurskunst und Fertigungspräzision von Mercedes-Benz.

Das elektrische Antriebssystem wurde von Beginn an konsequent auf 800 Volt ausgelegt. Es nutzt die Vorteile der hohen Spannungslage vom Klimakompressor bis zum Antrieb, erstmals auch im Einstiegssegment. Siliziumkarbid im Wechselrichter steigert die Effizienz zusätzlich. Die EDU 2.0 kombiniert ein Zweiganggetriebe mit Klauenschaltung und löst so den Zielkonflikt zwischen maximalem Drehmoment, Höchstgeschwindigkeit und Verbrauch. Das gilt auch im realen Fahrbetrieb, nicht nur im Prüfzyklus. Durch ihre kompakte Bauweise schafft sie zudem Freiraum für das Raumkonzept im Heck.

Entwicklung neuartiger Zellchemie-Plattformen mit Mercedes-Benz DNA Schließen

Die Batterie ist die zweite Schlüsseltechnologie der Elektromobilität und eine strategische Kernkompetenz für Mercedes-Benz. Unterschiedliche Fahrzeugsegmente und Kundenanforderungen erfordern unterschiedliche Zelltechnologien, die gezielt auf Reichweite, Ladeleistung oder Performance ausgelegt sind. Mercedes-Benz definiert die Anforderungen, entwickelt die Batteriesysteme und integriert sie passgenau in die Fahrzeuge.

Parallel arbeitet das Unternehmen an Batteriezellen der nächsten Generation. Ziel sind höhere Energiedichten, kürzere Ladezeiten und mehr Leistungsfähigkeit bei geringerem Rohstoffeinsatz und niedrigeren Kosten.

Ein wichtiger Entwicklungsschritt ist die Kombination von Lithium-Mangan-Oxid (LMO) und Nickel-Mangan-Kobalt-Oxid (NMC). Diese Kathodenmaterialkombination nutzt einen höheren Anteil an Mangan und weniger Kobalt sowie Nickel. Dadurch bietet sie eine attraktive Balance aus Energiedichte und Kosten. Zugleich bildet diese Chemiekombination die technologische Brücke zu manganreichen Kathodenmaterialien der Zukunft. Mit Lithium-Nickel-Mangan-Oxid (LNMO) treibt Mercedes Benz eine weitere attraktive Zellchemie voran. Sie käme ohne Kobalt aus, benötigte deutlich weniger Nickel als heutige NMC-Zellen und böte das Potenzial, hohe Energiedichte mit attraktiven Kosten zu verbinden. Der Schlüssel wäre hierbei die Hochvoltfähigkeit der LNMO-basierten Zellchemie, die mit bis zu fünf Volt betrieben werden könnte. Im Vergleich zu Lithium-Eisenphosphat (LFP) wären bei vergleichbarem Gewicht und Bauraum Reichweitenvorteile von bis zu 30 Prozent möglich.

Ziel von Mercedes-Benz sind noch kompaktere und leichtere Batteriesysteme bei gleicher oder sogar höherer Leistung. Sie eröffnen Freiheitsgrade für Fahrzeugkonzepte und Innenraumgestaltung. Zudem können manganbasierte Zelltechnologien die Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen reduzieren. Eigene Zellchemie-Plattformen erhöhen die Flexibilität, auf technologische Entwicklungen, Marktveränderungen und regulatorische Anforderungen zu reagieren.

Konkrete Entwicklungserfolge bei Festkörperbatterien Schließen

Mercedes-Benz treibt die Entwicklung von Festkörperbatterien gemeinsam mit seinen strategischen Partnern Factorial Energy und ProLogium voran. Mit Factorial Energy wurde bereits eine Lithium-Metall-Festkörperbatterie entwickelt und erstmals unter realen Fahrbedingungen in einem EQS erprobt. Das Entwicklungsfahrzeug legte 1.205 Kilometer von Stuttgart nach Malmö ohne Zwischenladung zurück und zeigte damit das Potenzial der Technologie für hohe Reichweiten.

Mercedes-Benz untersucht die nächste Generation von Festkörperzellen mit mehreren Partnern, unter anderem die nächste Zellgeneration von ProLogium. Im Fokus stehen umfangreiche Tests der Gen4-Zelltechnologie hinsichtlich Leistung, Sicherheit und thermischer Eigenschaften. Ziel ist es, ihr Potenzial für den künftigen Serieneinsatz zu bewerten. Darüber hinaus finden Tests mit Festkörperzellen von weiteren Partnern und der Inhouse-Entwicklung statt – unter Einbeziehung des Formel 1-Powertrain-Know-hows aus Großbritannien.

Von der Rennstrecke auf die Straße: Technologietransfer aus der Formel 1 Schließen

Im Fokus der Antriebsentwicklung steht die kontinuierliche Verbesserung von Effizienz und Leistungsfähigkeit. Dafür arbeitet Mercedes-Benz eng mit Mercedes-AMG High Performance Powertrains (HPP) im englischen Brixworth zusammen. Die hundertprozentige Tochtergesellschaft der Mercedes-Benz Group AG entwickelt und produziert Formel 1-Antriebe für das Mercedes-AMG Petronas F1 Team und verschiedene Kundenteams. Im Zentrum der Zusammenarbeit steht nicht die Übernahme einzelner Bauteile, sondern der gegenseitige Transfer von Know-how, Entwicklungsmethoden und der hohen Entwicklungsgeschwindigkeit des Motorsports. Ein Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen Formel 1 und Serienentwicklung liefert der neue elektrische Turbolader.

Neuer elektrischer Turbolader: sichtbarer Beleg für den erfolgreichen Technologietransfer Schließen

Mercedes-Benz hat den im vergangenen Jahr eingeführten 1,5-Liter-Benzinmotor M 252 weiterentwickelt. Der neue M 252 LS leistet 170 kW + 23 kW und ist damit der stärkste Vierzylinder in der Kompaktklasse von Mercedes-Benz. Zugleich ist er der erste Motor von Mercedes-Benz der einen elektrischem Abgasturbolader mit 5 kW Leistung besitzt. Dieser wird über das 48-Volt-Bordnetz betrieben. Das innovative System leitet sich aus der Technologie ab, die das Mercedes-AMG Petronas F1 Team über viele Jahre erfolgreich weiterentwickelte und einsetzte – mit acht Formel 1-Weltmeistertiteln.

Die neue Form der Turboaufladung sorgt über den gesamten Drehzahlbereich für ein besonders spontanes Ansprechverhalten. Dies führt zu einem noch dynamischeren Fahrgefühl und reduziert gleichzeitig den Verbrauch. Der M 252 LS beschleunigt im GLB 250 4MATIC (Energieverbrauch kombiniert: 8,4–7,6 l/100 km | CO₂-Emissionen kombiniert: 191–174 g/km | CO₂-Klasse: G–F*) rund ein Zehntel schneller als der Topmotor (M 260) im Vorgängermodell GLB 250 – bei rund 17 Prozent weniger CO₂-Emissionen Darüber hinaus kann der elektrische Turbo mit 2 kW rekuperieren und Energie aus dem Abgasstrang in elektrische Energie umwandeln. Zwei neu hinzugefügte Lanchester-Ausgleichswellen reduzieren Vibrationen und sorgen für außergewöhnliche Laufruhe.

Visual EQX_12_2

Elektroantrieb.

Die Zukunft ist elektrisch – davon sind wir bei Mercedes-Benz überzeugt.