Der neue vollelektrische CLA.

Die kommende Fahrzeugarchitektur

Effizienz ist der Schlüssel für alles.

Mercedes-Benz unterstreicht seinen Führungsanspruch bei Antrieben auch in Zukunft. Dabei können Kundinnen und Kunden bei der kommenden Fahrzeugarchitektur gleich zwischen zwei innovativen Triebsträngen wählen. So ist der CLA sowohl als Elektrofahrzeug als auch als sparsamer Hybrid verfügbar.

Mit dem Technologieträger VISION EQXX hat Mercedes-Benz neue Maßstäbe in Sachen Effizienz gesetzt. Jetzt bringt das Unternehmen die Erkenntnisse aus diesem Projekt in die Serienfahrzeuge ein. Vorreiter ist der neue vollelektrische CLA, der als erstes Modell auf der Mercedes-Benz Modular Architecture (MMA) basiert. Kernstück dieser vielseitigen und flexiblen Fahrzeugarchitektur ist das sogenannte Skateboard-Chassis, eine primär auf Elektroautos ausgelegte Bodengruppe samt entsprechender Antriebs- und Fahrwerkskomponenten. Der Aufbau, also die Karosserie, variiert hingegen: Im neu definierten Einstiegssegment plant Mercedes-Benz eine Familie von insgesamt vier Modellen. Neben dem CLA als viertüriger Limousine sind dies ein Shooting Brake und zwei SUVs.

Die Entwicklung der „Mercedes-Benz DNA“

Auf intelligente Modularität mit einem skalierbaren Skateboard-Design setzt Mercedes-Benz auch bei künftigen Modellfamilien in weiteren Segmenten. Das Unternehmen investiert in die Weiterentwicklung von Elektromobilität und Fahrzeugsoftware. Dazu gehört die kürzliche Eröffnung des eCampus in Stuttgart-Untertürkheim als Kompetenzzentrum zur Entwicklung von Zellen und Batterien für die künftigen Elektrofahrzeuge der Marke mit dem Stern. Ziel ist es, neuartige Chemiekombinationen und optimierte Fertigungsprozesse für Hochleistungszellen mit „Mercedes-Benz DNA“ zu entwickeln und so die Batteriekosten in den nächsten Jahren um mehr als 30 Prozent zu senken.

Teile der Entwicklung und Erprobung der neuen MMA-Modelle fanden im Electric Software Hub (ESH) statt. In diesem Gebäude im Mercedes-Benz Technology Center (MTC) in Sindelfingen sind zahlreiche Funktionen zu Software, Hardware, System-Integration und Testing unter einem Dach gebündelt. Im Innern des ESH spiegelt sich der gesamte Elektrik-/Elektronik-Integrationsprozess der Fahrzeugentwicklung wider. So wird sichergestellt, dass alle neuen Hard- und Software-Komponenten reibungslos zusammenspielen.

Das erste MMA-Modell

Die hochflexible MMA-Architektur wurde mit Blick auf eine effiziente Energienutzung entwickelt und bildet die technische Grundlage für kommende vollelektrische und elektrifizierte Fahrzeuge von Mercedes-Benz. Im neuen Antriebsstrang steckt die langjährige Engineering-Exzellenz der Marke mit dem Stern, das gilt gleichermaßen für die Hochvolt-Komponenten und für mechanische Bauteile wie Getriebe. Die elektrische Antriebseinheit (Electric Drive Unit – EDU 2.0) stellt dabei die erste Ausprägung einer neuen Generation elektrischer Antriebseinheiten von Mercedes-Benz dar. Die hochintegrierten Aggregate bilden einen intelligenten Baukasten.

Mit dem Hauptantrieb an der Hinterachse für beste Traktion und Fahreigenschaften übernimmt Mercedes-Benz ein aus der Mittel- und Oberklasse bekanntes Antriebslayout jetzt auch im Einstiegssegment. Die 200 kW starke elektrische Antriebseinheit mit permanenterregter Synchronmaschine (PSM) an der Hinterachse wurde von den Ingenieurinnen und Ingenieuren von Mercedes-Benz vollständig inhouse entwickelt. Die Leistungselektronik nutzt einen Siliziumkarbid-(SiC)-Wechselrichter, der auf die Anforderungen des elektrischen Antriebssystems abgestimmt ist. Getriebesteuerung und Inverter sind hochintegriert in einem Bauteil zusammengefasst. Gebaut wird die Antriebseinheit in Untertürkheim, also dort, wo in der Geschichte von Mercedes-Benz bereits zahlreiche innovative Antriebe entstanden sind.

EDU 2.0 und 4MATIC: Verbesserte Leistung, Effizienz und kompaktes Design

Die EDU 2.0 löst den Zielkonflikt zwischen maximalem Drehmoment, Höchstgeschwindigkeit und eine auf effiziente Energienutzung ausgelegte Systemarchitektur. Sie wurde für den Einsatz unter unterschiedlichen Fahrbedingungen entwickelt, einschließlich des Alltagsbetriebs. Das hohe Drehmoment sorgt nicht nur für dynamische Fahrleistungen. Es ist auch hilfreich, wenn Steigungen auf Passstrecken zu bewältigen oder Anhängelasten zu ziehen sind. Eine weitere Stärke ist die außerordentliche Kompaktheit der EDU 2.0, von der die Innenraummaße sowie das Volumen des hinteren Kofferraums profitieren.

Die 4MATIC Modelle verfügen zusätzlich über eine 80 kW starke Drive Unit an der Vorderachse mit SiC-Inverter und permanenterregter Synchronmaschine (PSM). Der vordere Elektromotor wird nur bei entsprechendem Leistungs- oder Traktionsbedarf aktiviert und ergänzt den Antrieb situationsabhängig. Diese Aufgabe übernimmt die sogenannte Disconnect Unit (DCU), die Mercedes-Benz nun erstmals im Einstiegssegment einsetzt.

Der neue Hybrid kann rein elektrisch fahren

Mercedes-Benz unterstreicht seinen Führungsanspruch bei Antrieben– ob Elektro oder Hybrid. Denn auch bei der Entwicklung moderner Hybrid-Antriebssysteme ist Effizienz der Schlüssel. Die Fahrzeuge der MMA-Architektur wird es auch als Hybrid mit 48-Volt-Technik geben. Der Elektromotor mit 20 kW Antriebsleistung¹ wurde samt Wechselrichter in ein neues elektrifiziertes Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe (8F-eDCT) integriert. Die elektrische Energie von bis zu 1,3 kWh stellt eine neue 48-Volt-Batterie mit Lithium-Ionen-Technologie und in Flatpack-Bauweise bereit.

Durch Rekuperation und die Möglichkeit, bei innerstädtischen Geschwindigkeiten rein elektrisch zu fahren, nutzt dieser Antriebsstrang unterschiedliche Betriebsstrategien zur Energierückgewinnung und zum elektrischen Fahren. Verstärkt wird dies durch elektrisches Segeln bei einem Tempo bis zu rund 100 km/h. Als Verbrennungsmotor kommt dort ein neuer Vierzylinder-Benziner der modularen Motorenfamilie FAME (Family of Modular Engines) zum Einsatz.

Mercedes-Benz Modular Architecture (MMA).
Mercedes-Benz Modular Architecture (MMA).

Dieser Beitrag wurde zuletzt im Dezember 2025 aktualisiert.

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