CO₂-reduzierter europäischer Stahl.

Stahllieferkette

Mercedes-Benz und Stegra Steel besiegeln Liefervertrag.

Mercedes-Benz hat im Juni 2023 mit dem schwedischen Start-up Stegra einen Liefervertrag über rund 50.000 Tonnen CO₂-armen Stahl pro Jahr für seine europäischen Presswerke unterzeichnet. Gleichzeitig vertiefen beide Unternehmen ihre Partnerschaft mit einer Absichtserklärung (MoU) für die Stahllieferkette in Nordamerika. Nach der Beteiligung an Stegra im Jahr 2021 ermöglicht der aktuelle Liefervertrag Mercedes-Benz, CO₂-armen Stahl in die Serienproduktion zu bringen. Der Einsatz des Materials ist nach Start der Produktion von Stegra und dem Abschluss der erforderlichen Qualifizierungsprozesse vorgesehen.

CO₂-arme Herstellungstechnologie

Durch den Einsatz eines neuen, innovativen Herstellungsverfahrens beträgt der CO2-Fußabdruck der Stahlproduktion am Produktionsstandort von Stegra rund 0,4 t CO₂ pro Tonne Stahl. Zum Vergleich: Bei der klassischen Primärstahlerzeugung im Hochofen werden im Schnitt mehr als zwei Tonnen CO₂ pro Tonne Stahl freigesetzt. In dem neuen Direktreduktionsverfahren nutzt der Lieferant für seine Stahlproduktion anstelle von Kokskohle Wasserstoff und Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Der Wasserstoff dient dabei als Reduktionsgas, das den Sauerstoff aus dem Eisenerz freisetzt und bindet. Anders als bei der Verwendung von Kokskohle entsteht dabei kein CO₂, sondern Wasserdampf.

Dekarbonisierung der Lieferkette

Mercedes-Benz arbeitet mit allen Lieferanten an einer bilanziell CO₂-neutralen[1]Bilanziell CO₂-neutral bedeutet, dass nicht vermiedene oder nicht reduzierte CO₂-Emissionen bei der Mercedes-Benz Group durch zertifizierte Ausgleichsprojekte kompensiert werden.
Lieferkette bis spätestens 2039. Um ihre Klimaziele zu erreichen, baut die Marke mit dem Stern ihre Lieferkette um und setzt dabei bewusst nicht auf Kompensation, sondern auf die Vermeidung und Reduktion von CO₂-Emissionen. Bereits heute befindet sich CO₂-armer Stahl, der aus Rezyklat hergestellt wird, in vier Serienmodellen. Darüber hinaus bezieht Mercedes-Benz bereits für ausgewählte Aluminiumkomponenten in der Serienproduktion Aluminium, das durch Elektrolyse aus erneuerbaren Energien hergestellt wird. Dessen CO2-Fußabdruck liegt mehr als 70 Prozent unter dem globalen Durchschnitt. Mercedes-Benz und Stegra haben sich zudem darauf verständigt, gemeinsam an verschiedenen Hebeln zu arbeiten, um den Rezyklatanteil entsprechend zu erhöhen.

Für mehr Transparenz in der Lieferkette

Darüber hinaus setzt sich das Unternehmen für die Anwendung von Zertifikaten und Standards ein, wie zum Beispiel unsere Responsible Sourcing Standards. Mercedes-Benz und Stegra arbeiten gemeinsam daran, die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht entlang der Stahllieferkette zu stärken. Mercedes-Benz ist zudem Mitglied der Responsible Steel Initiative Responsible Steel Initiative und beteiligt sich aktiv an der Entwicklung eines zertifizierbaren Nachhaltigkeitsstandards für die Stahlindustrie.

Dieser Beitrag wurde zuletzt im September 2026 aktualisiert.

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