Nachhaltiges Lieferkettenmanagement bei Daimler.

Bezug von Materialien und Dienstleistungen

Lieferkettenmanagement bei Mercedes-Benz.

Es ist unser Ziel, auch in dynamischen Lieferketten der potenziellen Risikorohstoffe die Transparenz kontinuierlich zu verbessern. Das ist eine Daueraufgabe, denn Transparenz lässt sich nicht auf Knopfdruck erreichen. Deshalb arbeiten Experten aus verschiedenen Fachbereichen wie Einkauf und Lieferantenqualität, Compliance und Corporate Responsibility sehr eng zusammen, um das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln voranzubringen.

Mit dem Human Rights Respect System (HRRS) analysieren und identifizieren wir Risiken für die Achtung und Wahrung der Menschenrechte in unserer Lieferkette und entwickeln unseren separaten Due-Diligence Ansatz für die Lieferkette kontinuierlich weiter.

Anforderungen an Lieferanten

Bereits seit 2009 betreibt unser Einkaufsbereich das konzernweite Lieferantenkooperationsmodell „Mercedes-Benz Group Supplier Network“. Er arbeitet im Schulterschluss an der Umsetzung der Mercedes-Benz Group Responsible Sourcing Standards  in der Lieferkette. Sie bilden die Leitplanken des Lieferkettenmanagements und sind das zentrale Vertragsdokument für Anforderungen in den Bereichen Arbeitsbedingungen, Menschenrechte, Umwelt- und Sicherheitsstandards, Geschäftsethik sowie Compliance gegenüber Lieferanten.

Unsere direkten Lieferanten sind aufgefordert, diese Standards einzuhalten, sie ihren Beschäftigten zu vermitteln und sie auch in ihre vorgelagerten Wertschöpfungsketten hineinzutragen sowie deren Einhaltung zu kontrollieren.

Wir unterstützen unsere Lieferanten bei der Umsetzung mit Informations- und Qualifizierungsmaßnahmen. Auch unsere Dienstleister erkennen die Standards als Vertragsbestandteil ausdrücklich an.

Soziale Standards für Werk- und Dienstverträge

Unsere Standards für die Vergabe und Durchführung von Werk- und Dienstverträgen enthalten Anforderungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz, zu Unterbringung und Vergütung, zum Einsatz von Zeitarbeitnehmern, zur Beauftragung von Subunternehmern sowie zur Vermeidung von verbotener Scheinselbstständigkeit. Dies gilt für alle Aufträge, die mehr als zwei Monate umfassen und die physisch auf dem Betriebsgelände der Mercedes-Benz Group AG in Deutschland ausgeführt werden. Alle relevanten Werkvertragsunternehmer beziehungsweise Dienstleister müssen eine Erklärung unterschreiben, dass sie die Standards einhalten. Nur unter dieser Voraussetzung kommen sie für Aufträge infrage. Ein Audit-Team des Einkaufs überprüft, ob die Standards in Deutschland eingehalten werden.

Überprüfung unserer Lieferanten

Die Einhaltung unserer Standards wird systematisch kontrolliert: Beispielsweise prüft der Einkaufsbereich neue Lieferanten im Rahmen seines Assessments auch im Hinblick auf Nachhaltigkeitsthemen. In risikoreichen Ländern ist die Prüfung umfassender. Bestehen Zweifel, ob ein neuer Lieferant die geltenden Anforderungen erfüllt, veranlasst das zuständige Team eine tiefergehende Überprüfung. Bei kritischen Fällen werden die Ergebnisse in Managementgremien besprochen und bei der Vergabeentscheidung berücksichtigt.

Bewertung bestehender Produktionsmaterial-Lieferanten Schließen

Die Risiken bestehender direkter Lieferanten werden im Rahmen regelmäßiger Risikoanalysen überprüft.

Hinweisen auf Fehlverhalten gehen wir systematisch nach. Bei Auffälligkeiten, zum Beispiel im Rahmen von Audits oder Datenbankrecherchen, führen wir weitere Überprüfungen und Lieferantenabfragen durch. Bei der Mercedes-Benz AG erfolgt dies mithilfe eines Online-Fragebogens. Dabei müssen Lieferanten sich sowohl zu ihrem Nachhaltigkeitsmanagement als auch zur Einbindung ihrer eigenen Lieferanten äußern. Deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die Leistung unzureichend ist, halten wir unsere Lieferanten dazu an, die entsprechenden Prozesse zu verbessern.

Zudem arbeiten wir auch mit standardisierten Instrumenten, wie beispielsweise dem branchenweiten Fragebogen  Self-Assessment Questionnaire der europäischen Initiative Drive Sustainability .

Bewertung von Dienstleistern und Nicht-Produktionsmaterial-Lieferanten Schließen

Für Mercedes-Benz ist der gesetzeskonforme Umgang mit Werks- und Dienstverträgen ein Gebot der unternehmerischen aber auch sozialen Verantwortung. Wir lehnen jede Form des Missbrauchs von Werks- und Dienstverträgen strikt ab. Deshalb überprüft ein Expertenteam beim Einkauf von Dienstleistungen und Nicht-Produktionsmaterialien die Einhaltung der gesetzlichen und tariflichen Rahmenbedingungen sowie der Mercedes-Benz-Vorgaben bei Lieferanten. So werden zum Beispiel die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes, die Entlohnung unter Berücksichtigung der lokalen tariflichen und gesetzlichen Vorgaben sowie die Unterbringung und der Arbeits- und Gesundheitsschutz kontrolliert. Im Fokus der Lieferantenaudits stehen unter anderem die Dienstleister des Niedriglohnsegments oder die Geschäftsfelder, in denen Dienstleistungen mit geringer Visibilität erbracht werden.

Geplant werden die Lieferantenaudits auf Grundlage einer internen Risikoeinschätzung der eingekauften Produkte und Dienstleistungen und hauptsächlich deutschlandweit. Zusätzlich dazu gehen die Lieferantenauditoren auch konkreten Hinweisen nach, wie zum Beispiel durch das Hinweisgebersystem BPO (Business & People Protection Office).

Kommt es bei den Audits zu Feststellungen, werden gemeinsam mit den Lieferanten Maßnahmen zur Behebung der Feststellungen erarbeitet und vereinbart. Im Anschluss überprüfen die Lieferantenauditoren die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen.

Bewertung neuer Lieferanten Schließen

Die Bewertung neuer Lieferanten nach sozialen Standards ist fest in den Prozessen unserer drei Einkaufsbereiche verankert. So führt der Einkauf Bewertungen aller neuen Lieferanten in Risikoländern und sozialkritischen Einkaufsbereichen durch. Bei Mercedes-Benz Cars Einkauf und Lieferantenqualität werden grundsätzlich alle neuen Lieferanten einer Potenzialanalyse unterzogen, die auch Fragen zu Arbeitszeiten, Entlohnung und Vereinigungsfreiheit enthält.

Co₂-freier Stahl in der Lieferkette.

Menschenrechte in der Lieferkette.

Wir verfolgen einen risikobasierten Ansatz bei der Beschaffung von Produktions- und Nichtproduktionsmaterialien sowie Dienstleistungen, um potenzielle Menschenrechts- und Umweltrisiken zu identifizieren, zu bewerten und zu minimieren.

Governance

Governance.

Verantwortlichkeiten, Richtlinien und Mitgliedschaften.

Umgang mit Risikorohstoffen.

Umgang mit kritischen Rohstoffen.

Unser Engagement in den Lieferketten von Lithium, Kobalt, Glimmer & Co.