Visionen der Zukunft

Hyperpersonalisiertes Kundenerlebnis durch Einsatz von AR und MR.

Mercedes-Benz arbeitet am hyperpersonalisierten Kundenerlebnis der Zukunft. Als ersten Schritt hat das Unternehmen auf der 2024 stattfindenden Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas den MBUX Virtual Assistant präsentiert. Das System nutzt unter anderem generative künstliche Intelligenz (KI), um die Interaktionen zwischen Mensch und Maschine intuitiver und persönlicher zu gestalten.

Die Vision für die Zukunft geht jedoch weit darüber hinaus: Mercedes-Benz möchte seinen Kundinnen und Kunden ein ganzheitliches und nahtloses digitales Erlebnis im Kontakt mit der Marke bieten, um ihr Leben einfacher und komfortabler zu machen – auch über das Fahrzeug hinaus. Das künftige Mercedes-Benz Modell lernt seine Fahrerin und seinen Fahrer mit allen Gewohnheiten noch besser kennen. Es soll Gemütszustände sowie Bedürfnisse erkennen und als unterstützender Begleiter durch den Tag fungieren.

Ein Beispiel für das hyperpersonalisierte Kundenerlebnis der Zukunft: Die Kundin oder der Kunde trinkt morgens nach dem Aufstehen einen Kaffee und bereitet sich mit einem Mixed-Reality-Headset auf den Arbeitstag vor. Dazu gehört unter anderem ein Blick auf die Termine im Kalender. Zum richtigen Zeitpunkt fährt das Mercedes-Benz Modell autonom aus der Garage. Der Innenraum ist bereits exakt den aktuellen Bedürfnissen wie Temperatur, Radiosender oder Lautstärke entsprechend konfiguriert. Die Kundin oder der Kunde steigt ein und fährt los. Der MBUX Virtual Assistant schlägt gemäß den individuellen Präferenzen ein Navigationsziel vor. Die vorgeschlagene Route führt direkt ins Büro und nicht zum beliebten Drive-Through-Coffeeshop, da bereits zu Hause ein Kaffee getrunken wurde. Durch eine AR-Brille sieht die Fahrerin bzw. der Fahrer die Navigation als virtuelle Anzeige in der Außenwelt – genau an den Stellen, wo sich wichtige Weg- und Abbiegepunkte befinden.

Die Sicht durch eine AR-Brille während der Navigation.
Die Sicht durch eine AR-Brille während der Navigation.

Möchte die Person am Steuer sich lieber anderen Aktivitäten widmen, schaltet sie einfach in den autonomen Fahrmodus. Das Fahrzeug macht dann Vorschläge für erweiterte Aufgaben und Erlebnisse entsprechend der bekannten, individuellen Präferenzen. Dazu gehören zum Beispiel das Einnehmen einer entspannten Sitzhaltung oder die Fortführung von Aufgaben, die zu Hause begonnen und noch nicht fertiggestellt wurden. Die Interaktion der Kundin oder des Kunden mit dem Fahrzeug kann auf Wunsch jederzeit per Sprache oder mittels Bedienkomponenten erfolgen. Letztere sind auch für entspannte Sitzhaltungen während der autonomen Fahrt leicht zu erreichen.

Mercedes-Benz arbeitet daran, AR-Brillen ins Fahrzeug zu integrieren

Die Vision des Unternehmens ist daher, langfristig mit AR-Brillen ein völlig neuartiges Erlebnis für alle Passagiere im Fahrzeug zu bieten. Dabei gilt der Ansatz „Bring Your Own Device” (BYOD). Kundinnen und Kunden sollen künftig ihre eigene AR-Brille, die individuell auf ihre Sehstärke und ihr persönliches Umfeld angepasst ist, mit ins Fahrzeug nehmen können. Daher forscht Mercedes-Benz an technischen Lösungen, die in Zukunft eine einfache Integration von unterschiedlichen AR-Brillen ermöglichen.

Das Unternehmen sieht großes Potenzial darin, mit AR-Brillen allen Passagieren eine Vielzahl von Vorteilen bieten zu können: Das persönliche Ökosystem des Kunden ließe sich parallel zu den Mercedes-Benz spezifischen Inhalten optimal integrieren. Darüber hinaus könnte die Verknüpfung mit der fahrzeugseitigen Sensorik und Aktorik neue Möglichkeiten eröffnen, um Entertainment-, Wellness- und Komforterlebnisse auf ein neues, noch immersiveres Niveau zu heben. In weiteren Entwicklungsschritten könnten Fahrerin oder Fahrer durch eine AR-Brille von einer noch besseren Unterstützung bei ihrer Fahraufgabe profitieren: So ließe sich beispielsweise die Navigation durch präzise und intuitive Wegführung erheblich erleichtern. Fortgeschrittene Fahrassistenzsysteme könnten zusätzlich unterstützen und für ein noch höheres Maß an Sicherheit sorgen. Im Fokus steht dabei, die Ablenkung der Fahrenden so gering wie möglich zu halten und echte Unterstützung zu bieten.

Fahrzeugkonfiguration als Mixed-Reality-Erlebnis

Mercedes-Benz setzt sich intensiv mit Mixed Reality (MR) auseinander. Diese revolutionäre Technologie bietet vielseitige Einsatzmöglichkeiten in der gesamten Mercedes-Benz Welt – von der Forschung über die Entwicklung bis hin zum Kundenerlebnis. Ein Beispiel dafür ist ein von Mercedes-Benz entwickelter MR-Konfigurator. Er könnte künftig durch den Einsatz von MR-Brillen in den Design- und Entwicklungsprozessen genutzt werden. Entstehen könnten etwa neue Möglichkeiten für effiziente Arten der Zusammenarbeit: Kolleginnen und Kollegen könnten mit MR-Brillen über Ländergrenzen und Zeitzonen hinweg simultan an den gleichen virtuellen Fahrzeugen arbeiten. So ließen sich in Zukunft mit Blick durch die MR Brille verschiedene Fahrzeugtypen mit realen Fahrzeugabmessungen schnell und kostengünstig miteinander vergleichen. Auch neue Ideen könnten schneller erlebbar dargestellt und virtuell erprobt werden. Der Einsatz von MR-Brillen im Entwicklungsprozess hat zudem das Potenzial, den Verbrauch von Rohstoffen und Materialien erheblich zu reduzieren. Da weniger physische Prototypen benötigt würden, könnten wertvolle Ressourcen eingespart werden.

Durch den Einsatz von Mixed-Reality-Brillen könnte die internationale Zusammenarbeit in den Design- und Entwicklungsprozessen verbessert und Ressourcen eingespart werden.
Durch den Einsatz von Mixed-Reality-Brillen könnte die internationale Zusammenarbeit in den Design- und Entwicklungsprozessen verbessert und Ressourcen eingespart werden.

Ein weiteres Anwendungsgebiet sieht Mercedes-Benz in neuen, immersiveren virtuellen Markenerlebnissen für Kundinnen und Kunden. Durch die Integration von MR-Brillen könnten sie in Echtzeit virtuelle Fahrzeugmodelle interaktiv erleben und individuell anpassen. Dies würde eine personalisierte und kundennahe virtuelle Markenerfahrung ermöglichen und damit das physische Kundenerlebnis im Retail ergänzen. Der MR-Konfigurator von Mercedes-Benz nutzt mit Echtzeit-Game-Engines und der Apple Vision Pro die neuesten MR-Technologien, um die Fahrzeugkonfiguration neu zu denken. Mercedes-Benz Kundinnen und Kunden würden durch diese fortschrittlichen Technologien ganzheitlich profitieren – von der Unterstützung bei der Visualisierung und Personalisierung ihres perfekten Fahrzeugs bis hin zu innovativen Fahrerlebnissen.

Dieser Beitrag wurde zuletzt im Dezember 2025 aktualisiert.

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