Künstliche Intelligenz ist bei Mercedes-Benz bereits heute fester Bestandteil der Produktentstehung. KI-Agenten unterstützen bei der Optimierung von Materialkosten, bei Zertifizierungs- und Zulassungsprozessen, Fehlererkennung und -behebung sowie bei der Softwareentwicklung. Diese KI-Agenten kommen vor allem innerhalb einzelner Prozessschritte zum Einsatz. Mit PLM.AI geht Mercedes-Benz nun den nächsten Schritt und vernetzt unterschiedliche Anwendungen über einzelne Entwicklungsschritte hinweg und hebt den Einsatz von KI damit auf die nächste Stufe. So entsteht ein durchgängiger digitaler Faden mit konsistenten Daten und klaren Standards. Informationen stehen in Echtzeit zur Verfügung, Abstimmungen werden vereinfacht und Innovationen schneller umgesetzt. Mit einem Investitionsvolumen von rund einer halben Milliarde Euro schafft Mercedes-Benz damit die Voraussetzung für eine neue Generation der Produktentstehung: vernetzter, datengetriebener und intelligenter als je zuvor. Komplexe Zusammenhänge lassen sich ganzheitlicher bewerten und neue Technologien schneller in Kundennutzen übersetzen.
PLM.AI unterstützt Mitarbeitende dabei, komplexe Zusammenhänge bereichsübergreifend zu analysieren, relevante Informationen intelligent zu verknüpfen und Zielkonflikte frühzeitig sichtbar zu machen. KI-gestützte Simulationen und Entwicklungsprozesse ermöglichen es, physische Tests gezielter einzusetzen und perspektivisch zu halbieren. Dadurch können Ressourcen effizienter genutzt und Entwicklungen früher abgesichert werden. Der Mensch bleibt dabei im Mittelpunkt: Die Verantwortung für Produktentscheidungen liegt weiterhin bei den Teams.
Ein Beispiel ist die Gewichtsoptimierung. Änderungen an einzelnen Komponenten beeinflussen unter anderem Kosten, Crashverhalten, Hardware- und Softwarefunktionen sowie Produktionsprozesse. Spezialisierte KI-Agenten können diese Wechselwirkungen künftig simultan analysieren. Entwicklungsteams erhalten dadurch schneller ein ganzheitliches Bild und können Lösungen bewerten, die Sicherheit, Qualität und Wirtschaftlichkeit gemeinsam berücksichtigen. Auch im After-Sales-Bereich entstehen neue Potenziale durch die Verknüpfung von Produkt-, Service- und Betriebsdaten.