Sicherheitsinitiative „MB4Rescue“.

Einzigartige Partnerschaft

Mercedes-Benz und europäische Feuerwehren trainieren gemeinsam.

26. Januar 2026 – Rettungskräfte in Schutzkleidung stehen um einen Mercedes-Benz EQS und besprechen, wo sie die hydraulischen Rettungsgeräte am besten ansetzen. Eine Entscheidung fällt. Lärm setzt ein. Und dann: ein lautes Knacken. Die Fahrertür wird mit dem Spreizer herausgedrückt. Eine Stimme ruft: „Offen!“

Auf dem Mercedes-Benz Werksgelände in Sindelfingen ist kein Unfall passiert. Hier hat Ende 2025 eine ganz besondere Premiere stattgefunden: Mehr als 30 Feuerwehrleute aus den Feuerwehrschulen der deutschen Bundesländer, aus Österreich, der Schweiz und den Niederlanden sowie aus nahezu allen deutschen Werken der Mercedes-Benz AG haben an modernen Mercedes-Benz Modellen trainiert, um im Ernstfall sicher zu arbeiten und bestmögliche Hilfe für Fahrzeuginsassen zu leisten. Der Name des Projekts: MB4Rescue.

Mercedes-Benz kooperiert dafür mit der 2025 neu gegründeten vfdb-Akademie (Akademie der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes). Die Rettungskräfte, die von Mercedes-Benz im Rahmen des Projekts in Sindelfingen geschult werden, sind Multiplikatoren und sollen das Wissen dann in ganz Europa verbreiten.

Die neue Sicherheitsinitiative „MB4Rescue“ soll Bergung optimieren und so Leben retten. Dazu trainierten Feuerwehrleute aus Europa praxisnah an aktuellen Mercedes-Benz Modellen in der Crashhalle von Mercedes-Benz in Sindelfingen.
Die neue Sicherheitsinitiative „MB4Rescue“ soll Bergung optimieren und so Leben retten. Dazu trainierten Feuerwehrleute aus Europa praxisnah an aktuellen Mercedes-Benz Modellen in der Crashhalle von Mercedes-Benz in Sindelfingen.

Die Vision vom unfallfreien Fahren

Rund 1,2 Millionen Menschen sterben jedes Jahr weltweit im Straßenverkehr, so eine Schätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO. Unter den 5- bis 29-Jährigen sind Verkehrsunfälle die häufigste Todesursache. Wenn es gelingt, die Zahl und die Schwere der Unfälle zu reduzieren, lässt sich menschliches Leid vermeiden, und die Gesellschaft sowie die Gesundheitssysteme werden entlastet. Deshalb gehört Verkehrssicherheit zu den Fokusfeldern der Nachhaltigkeit bei Mercedes-Benz.

„Wir verfolgen die Vision des unfallfreien Fahrens“, sagt Paul Dick, Direktor Fahrzeugsicherheit und Unfallforschung bei der Mercedes-Benz AG. „Uns ist bewusst, dass absolute Unfallfreiheit einen Idealzustand beschreibt. Er ist aber genau deshalb der Kompass für die Weiterentwicklung unserer Fahrzeuge und unser Engagement für mehr Verkehrssicherheit.“ Mercedes-Benz unterstützt die „Vision Zero“ der Europäischen Union. Das Ziel: keine Verkehrstoten mehr bis zum Jahr 2050.

Als Ingenieur weiß Paul Dick, „dass Verkehrsunfälle durch ein dynamisches Zusammenwirken von vielen verschiedenen Faktoren entstehen. Und die müssen wir alle im Blick haben.“ Tausende Fachleute aus Entwicklung, Unfallforschung und Materialtechnik arbeiten weltweit daran, Autofahrten für Mercedes-Benz Insassen und andere Verkehrsteilnehmende sicherer zu machen.

Mercedes-Benz ist Pionier der Sicherheitsentwicklung und hat Innovationen wie den Airbag mit Gurtstraffer, die formfeste Fahrgastzelle, ABS oder ESP erfunden und zuerst in Serienfahrzeugen auf den Markt gebracht. Heute ist das Unternehmen auch führend im Bereich aktiver Sicherheitssysteme wie Spurhalte- oder Stabilisierungsassistenten. „Wir haben für uns bei Mercedes-Benz definiert, welche internen Standards wir einhalten wollen. Damit gehen wir oft über die gesetzlichen Anforderungen hinaus.“, sagt Paul Dick. „Das hilft uns auch in der täglichen Arbeit.“ Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland hat sich seit dem Jahr 2001 um gut 60 Prozent reduziert. „Und natürlich gibt es Potenzial für weitere Entwicklungen“, sagt Sicherheits-Direktor Dick. So ist es Mercedes-Benz kürzlich als erstem Hersteller weltweit gelungen, einen kompletten Crashtest durchgehend zu Röntgen. Nicht ein Bild, wie man es vom Arzt kennt, sondern 1000 Bilder pro Minute. Partner dabei war das Ernst-Mach Institut der Fraunhofer Gesellschaft.

Die Versorgung innerhalb der Golden Hour optimieren

Mercedes-Benz entwickelt permanent neue Materialien und Konstruktionsweisen, um die Menschen im Fahrzeug bestmöglich zu schützen. „Um ein Beispiel zu nennen: Die Stabilität der Fahrgastzelle wurde in den vergangenen Jahren durch Crashtests stark verbessert“, sagt Paul Dick.

Im Ernstfall würden die Rettungskräfte der Feuerwehr dem EQS mit taktischen Schnitttechniken begegnen, um die Insassen schnellstmöglich zu retten.

Für diese Situationen müssen die Rettungskräfte ausgebildet werden – deshalb ist der Einsatz auf dem Gelände des Technologiezentrums Fahrzeugsicherheit im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen so wichtig: Hier haben die Rettungskräfte die optimale Gelegenheit, ohne Zeitdruck an hochmodernen Fahrzeugen zu arbeiten. „Die meisten Kolleginnen und Kollegen üben jeden Handgriff an Autos, die 10 oder 15 Jahre alt sind“, sagt Tanja Hellmann als eine der Expertinnen und Experten der vfdb-Akademie. Diese Fahrzeuge seien oft anders gebaut, bestehen aus anderen Materialien und verfügen über deutlich weniger Sensorik und Technologie. „Deshalb ist es so wichtig, dass wir an modernen Autos und Materialien üben“, sagt Hellmann, die zum Führungsteam einer Spezialeinheit der Feuerwehr Dortmund gehört. „Sonst wird man am Unfallort womöglich mit Situationen konfrontiert, auf die man nicht vorbereitet ist. Und das kann wertvolle Minuten kosten.“ Die erste Stunde nach einem Unfall – die sogenannte „Golden Hour of Trauma“ – ist entscheidend für die Überlebenschancen und eine möglichst vollständige Rehabilitation der Betroffenen. Genau diese Versorgungskette zu optimieren, ist das Ziel von MB4Rescue.

Indem die Einsatzkräfte die Bergung verunfallter Personen praxisnah an aktuellen Mercedes-Benz Modellen trainieren können, sind sie besser auf reale Unfälle vorbereitet.
Indem die Einsatzkräfte die Bergung verunfallter Personen praxisnah an aktuellen Mercedes-Benz Modellen trainieren können, sind sie besser auf reale Unfälle vorbereitet.
„MB4Rescue“ ist zusammen mit der vfdb-Akademie (Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes) entwickelt worden und intensiviert den Austausch mit Expertinnen und Experten der Feuerwehren.
„MB4Rescue“ ist zusammen mit der vfdb-Akademie (Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes) entwickelt worden und intensiviert den Austausch mit Expertinnen und Experten der Feuerwehren.
Die Feuerwehrleute üben gemeinsam für den Ernstfall, um in solchem lebenswichtige Minuten zu sparen.
Die Feuerwehrleute üben gemeinsam für den Ernstfall, um in solchem lebenswichtige Minuten zu sparen.
Indem die Einsatzkräfte die Bergung verunfallter Personen praxisnah an aktuellen Mercedes-Benz Modellen trainieren können, sind sie besser auf reale Unfälle vorbereitet.
„MB4Rescue“ ist zusammen mit der vfdb-Akademie (Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes) entwickelt worden und intensiviert den Austausch mit Expertinnen und Experten der Feuerwehren.
Die Feuerwehrleute üben gemeinsam für den Ernstfall, um in solchem lebenswichtige Minuten zu sparen.

Das weltweite Zentrum der Fahrzeugsicherheit

Das Technologiezentrum Fahrzeugsicherheit (TFS) in Sindelfingen ist so etwas wie das Zentrum der Sicherheitsforschung und -entwicklung. Mercedes-Benz führte 1959 als erster Hersteller systematische Crashtests ein, seit 2016 finden sie im hochmodernen TFS statt. Jedes neue Modell durchläuft hier rund 15.000 Unfallsimulationen am Computer und etwa 150 reale Crashtests. Hunderte Fahrzeuge werden so im Dienst der Sicherheitsentwicklung gezielt kollidiert – bei der MB4Rescue-Schulung konnten Teilnehmende aus diesen Crashfahrzeugen wertvolle Erkenntnisse zur Rettung nach dem Unfall gewinnen.

„Das macht es für uns so realistisch“, sagt Tanja Hellmann. „Nach einem Unfall steht ein Fahrzeug ja auch nicht fabrikneu da, sondern ist im schlimmsten Fall so eingedrückt, dass sich Türen nicht mehr öffnen lassen.“ Für die Rettungskräfte ist das die perfekte Möglichkeit, das optimale Vorgehen unter realitätsnahen Bedingungen zu erproben.

Genau an dieser Schnittstelle – zwischen praxisnaher Erfahrung und wissenschaftlicher Analyse – setzt die Arbeit der Konzernunfallforschung der Mercedes-Benz AG an, für die Paul Dick ebenfalls verantwortlich ist. Die Konzernunfallforschung beschäftigt sich tagtäglich mit einem Kernbereich der Verkehrssicherheit: der Untersuchung realer Unfälle. Kontinuierlich werten sie Unfallgeschehen mit modernen Mercedes-Benz Modellen aus und beziehen nationale und internationale Datenbanken ein, um Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Mit MB4Rescue wird dieser Kreislauf nun erweitert: Praxis und Theorie greifen ineinander, Rettungskräfte sammeln Erfahrungen am Fahrzeug – und liefern zugleich wertvolle Impulse aus dem realen Erleben zurück in die Sicherheitsentwicklung.

Visual Traffic Safety.

Verkehrssicherheit.

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Als weltweit erster Autohersteller röntgt Mercedes-Benz einen Crashtest.

Röntgen-Crashtest.

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