Mercedes-Benz entwickelt permanent neue Materialien und Konstruktionsweisen, um die Menschen im Fahrzeug bestmöglich zu schützen. „Um ein Beispiel zu nennen: Die Stabilität der Fahrgastzelle wurde in den vergangenen Jahren durch Crashtests stark verbessert“, sagt Paul Dick.
Im Ernstfall würden die Rettungskräfte der Feuerwehr dem EQS mit taktischen Schnitttechniken begegnen, um die Insassen schnellstmöglich zu retten.
Für diese Situationen müssen die Rettungskräfte ausgebildet werden – deshalb ist der Einsatz auf dem Gelände des Technologiezentrums Fahrzeugsicherheit im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen so wichtig: Hier haben die Rettungskräfte die optimale Gelegenheit, ohne Zeitdruck an hochmodernen Fahrzeugen zu arbeiten. „Die meisten Kolleginnen und Kollegen üben jeden Handgriff an Autos, die 10 oder 15 Jahre alt sind“, sagt Tanja Hellmann als eine der Expertinnen und Experten der vfdb-Akademie. Diese Fahrzeuge seien oft anders gebaut, bestehen aus anderen Materialien und verfügen über deutlich weniger Sensorik und Technologie. „Deshalb ist es so wichtig, dass wir an modernen Autos und Materialien üben“, sagt Hellmann, die zum Führungsteam einer Spezialeinheit der Feuerwehr Dortmund gehört. „Sonst wird man am Unfallort womöglich mit Situationen konfrontiert, auf die man nicht vorbereitet ist. Und das kann wertvolle Minuten kosten.“ Die erste Stunde nach einem Unfall – die sogenannte „Golden Hour of Trauma“ – ist entscheidend für die Überlebenschancen und eine möglichst vollständige Rehabilitation der Betroffenen. Genau diese Versorgungskette zu optimieren, ist das Ziel von MB4Rescue.