Chemisches Recycling.

Mercedes-Benz arbeitet daran Wertstoffkreisläufe zu schließen

Vom Altreifen zum Türgriff.

Mit chemischem Recycling will Mercedes-Benz den Wertstoffkreislauf von alten Autoreifen schließen. Als erste Serienmodelle haben EQS und S-Klasse Bügeltürgriffe aus dem Recycling-Kunststoff erhalten.

Mercedes-Benz schafft die notwendigen Voraussetzungen, um vollelektrisch zu werden. Das Tempo der Transformation bestimmen die Marktbedingungen und die Wünsche unserer Kunden. Dabei liegt ein Fokus auf dem schonenden Umgang mit Ressourcen. In diesem Zuge überdenkt das Unternehmen auch die Zusammensetzung aller Materialien, die in seinen Fahrzeugen zum Einsatz kommen. Das Ziel: den Ressourcenverbrauch zunehmend vom Wachstum der Produktionsleistung zu entkoppeln.

Pyrolyse-Öl aus Altreifen

Für die Schließung des Wertstoffkreislaufs von Altreifen arbeitet Mercedes-Benz mit unterschiedlichen Partnern zusammen. Das Unternehmen setzt unter anderem auf das chemische Recycling von BASF. Aus den ausgedienten Autoreifen wird dafür bei der Pyrolysetechnologie-Firma Pyrum Innovations AG  zunächst ein Pyrolyse-Öl erzeugt. Dieses kombiniert BASF mit Biomethan aus Landwirtschaftsabfällen. Unter Einsatz der beiden Rohstoffe kann ein vollkommen neuwertiger Kunststoff entstehen. Die Kombination von Pyrolyse-Öl aus Altreifen und Biomethan kommt im Rahmen der Zusammenarbeit von Mercedes-Benz und BASF erstmals zum Einsatz.

Im EQS und der S-Klasse sind Bügeltürgriffe verfügbar, in deren Herstellung fossile Rohstoffe durch Biomethan und Pyrolyse-Öl aus recycelten Altreifen ersetzt wurden. Künftig soll der Einsatz des Recyclingmaterials sukzessive gesteigert und das chemische Recycling in Kombination mit dem Biomassenbilanzansatz auch für weitere Kunststoffbauteile im Fahrzeug verwendet werden.

Innovatives Herstellungsverfahren

Im Gegensatz zum mechanischen Recycling eignet sich das chemische Recycling insbesondere für die Herstellung von Bauteilen, die hohen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen unterliegen. Das chemische Recyclingverfahren bildet daher eine sinnvolle Ergänzung zum mechanischen Recycling. Es ist ein entscheidender Schritt hin zu einer möglichst hohen Wiederverwertung von Altmaterial.

Nachhaltigkeit bei Mercedes-Benz

Ein besonderes Augenmerk liegt beim Thema Nachhaltigkeit im Sinne unserer Ambition 2039[1]Die Ambition der Mercedes-Benz Group lautet: Bis 2039 sollen die CO₂-Emissionen um 90% in der eigenen Produktion, um 80% in der Nutzungsphase, insofern die Marktbedingungen dies zulassen, sowie um 70% über alle relevanten Wertschöpfungsstufen gegenüber 2019 reduziert werden - Zusätzlich unterstützt die Mercedes-Benz Group qualifizierte, nach anerkannten Standards zertifizierte Klimaschutzprojekte. Bis spätestens 2049 möchte die Mercedes-Benz Group darüber hinaus Net-Zero erreichen - Net Zero bedeutet, dass die CO₂-Emissionen über alle relevanten Wertschöpfungsstufen um mindestens 90% gegenüber 2019 reduziert werden. Verbleibende CO₂-Emissionen (< 10%) werden dauerhaft neutralisiert.
zudem auf dem schonenden Umgang mit Ressourcen. Mit dem Ansatz „Design for Environment“ berücksichtigt der Fahrzeughersteller den Ressourcenverbrauch bereits in der frühen Produktentwicklung. Gemeinsam mit seinen Partnern forscht Mercedes-Benz an Materialtechnologien und arbeitet intensiv daran, Stoffkreisläufe zu schließen. Kombiniert mit dem Biomassenbilanzansatz ist das chemische Recycling ein innovatives Verfahren, das diesem Ansatz Rechnung trägt.

Dieser Beitrag wurde zuletzt im September 2026 aktualisiert.

Wichtige visuelle Zirkularität.

Umgang mit Ressourcen.

Unser Ziel ist es, den Ressourcenverbrauch zunehmend vom Wachstum unserer Produktionsleistung zu entkoppeln.

Mercedes-Benz Sustainability Dialogue 2022.

Nachhaltigkeit im Überblick.

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