„Mit MB.OS verändern wir die Automobilbranche nachhaltig!“

Pascal Montag ist Software-Architekt – und seit dem Start von MB.OS, dem zukünftigen Mercedes-Benz Betriebssystem, dabei. Er liebt es, als Teamleiter seinen Kolleginnen und Kollegen zu ermöglichen, über sich selbst hinauszuwachsen. Warum seine Arbeit so viel Spaß wie ein Hackathon macht und was ihn bei Mercedes-Benz von Anfang an begeistert, verrät er im Interview.

Pascal, was macht MB.OS für Dich so besonders?

MB.OS ist so besonders, weil es Fahrzeug, Elektronik und Software neu zusammenzubringt. Die Software wird hier zum Hauptaspekt bei der Entwicklung unserer nächsten Fahrzeug-Generationen. Mit MB.OS schaffen wir eine Plattform, auf der die Mobilität der Zukunft aufbaut und mit der wir die Automobilbranche nachhaltig verändern. Die Chance, an so einem disruptiven Projekt mitzuarbeiten, ist großartig.

Weltweit in Kontakt: Die MB.OS-Entwicklungsteams sitzen in globalen Hubs wie Seattle und Tel Aviv – bei Pascal Montag in Stuttgart laufen die Fäden zusammen.

Was sind dabei Deine Aufgaben?

Als Software-Architekt entwickle ich einen gemeinsamen Rahmen für MB.OS mit. Dabei geht es um Fragen wie: Welche Programmiersprachen nutzen wir? Und mit welchen Schnittstellen integrieren wir die Applikationen aus unterschiedlichen Bereichen ins Gesamtsystem? Unsere Entwicklungsteams sitzen dafür weltweit in Hubs wie Seattle, dem Silicon Valley, Bangalore und Tel Aviv. Bei uns am Campus in Sindelfingen laufen alle Fäden zusammen. Unsere tägliche Arbeit ist also international sowie interkulturell und schon alleine deshalb total spannend.

Freiraum für Innovation: Pascal Montag lebt mit seinem Team agiles Arbeiten – mit Teamspirit, Scrum, Swarm und Projekten, die begeistern wie Hackathons.

Gleichzeitig bist du Teamleiter für 14 Entwickler und SW-Architekten. Wie arbeitest Du mit Deinem Team zusammen?

Mir ist es wichtig, jedem aus meinem Team die Möglichkeit zu geben, sich individuell und umfangreich weiterzuentwickeln. Innovationen entstehen am ehesten, wenn wir Freiräume haben. Bei MB.OS leben wir eine agile Arbeitskultur. Dazu gehören Ansätze wie Scrum und Swarm. Und natürlich sind wir immer offen für neue Tools und Prozesse. Wenn wir im Team an einem Software-Prototypen arbeiten, fühlt sich das oft an wie bei einem Hackathon. Jeder ist voll dabei (lacht). Da ist viel Teamspirit zu spüren.

Und wie bist Du zu Mercedes-Benz gekommen?

Ich habe Informatik mit Schwerpunkt Mathematik an der TU Ilmenau studiert. Bei einem Event an der Uni hat sich Mercedes-Benz vorgestellt und wir kamen ins Gespräch. Das war 2002. Software-Entwicklung war da noch kein klassisches Feld in der Automobilindustrie. Mich hat schnell fasziniert, welche Chancen und Karrieren Mercedes-Benz bietet. Ich habe dann erstmal ein Praktikum in der Fahrzeugentwicklung in Ulm gemacht und danach auch meine Diplom-Arbeit bei Mercedes-Benz geschrieben. Später bin ich hier als Doktorand eingestiegen.

Worauf freust Du Dich in den kommenden Monaten am meisten?

Unser Team weiter aufzubauen und weiterzuentwickeln, damit wir bei der Entwicklung von MB.OS noch mehr Speed aufnehmen (lacht). Und natürlich freue ich mich darauf, wenn unser Betriebssystem in unsere erste Modellreihe kommt. Das wird spannend – wie fast alles hier.

Mit MB.OS wird die Software zum Hauptaspekt bei der Entwicklung unserer nächsten Fahrzeug-Generationen.
Nach seinem Informatik-Studium mit Schwerpunkt Mathematik an der Technischen Universität Ilmenau, steigt Dr. Pascal Montag (41) im Bereich Code Assessments bei Mercedes-Benz ein. Später baut er am Entwicklungs¬standort im indischen Bangalore ein Softwareanalyse-Team mit auf. Wenn er heute nicht dafür sorgt, dass bei der Entwicklung von MB.OS alles rund läuft, verbringt der Familienvater gerne Zeit mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen – am liebsten in den Bergen.