29. Januar 2026 – Seit der Geburt des Automobils im Jahr 1886 schreibt Mercedes-Benz eine außergewöhnliche Innovationsgeschichte – über Dekaden und Generationen hinweg und stets mit dem Anspruch, Mobilität neu zu denken.
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Herausragende Innovationen schreiben Geschichte
29. Januar 2026 – Seit der Geburt des Automobils im Jahr 1886 schreibt Mercedes-Benz eine außergewöhnliche Innovationsgeschichte – über Dekaden und Generationen hinweg und stets mit dem Anspruch, Mobilität neu zu denken.
Das Unternehmen blickt zurück auf eine reiche Tradition aus Erfahrung und Pionierleistungen, die die Automobilentwicklung maßgeblich mitgeprägt hat: von frühen, mutigen technischen Umbrüchen über wegweisende Fortschritte in Fahrdynamik und Komfort bis hin zu Sicherheitslösungen, die das Auto zum geschützten Raum machen – und weiter zu digitalen Assistenzsystemen und automatisiertem Fahren.
Wegweisende Erfindungen aus 140 Jahren markieren immer wieder wichtige Kapitel der Mercedes-Benz Geschichte. Meist durch Patente dokumentiert und geschützt, verschieben sie Grenzen des Machbaren und setzen neue Maßstäbe. Das macht sie zu Meilensteinen, die Automobilentwicklung und Gesellschaft prägen. Hier einige herausragende Beispiele.
Carl Benz wagt vor 140 Jahren einen revolutionären Schritt zur motorisierten Individualmobilität. Er entwickelt seinen Motorwagen als komplett neues, ganzheitliches System. Damit entsteht das erste Automobil der Geschichte – mit weltweiter Bedeutung. Das Patent DRP 37435 für das „Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb“ gilt als Geburtsurkunde des Automobils und gehört heute zum Weltdokumentenerbe der UNESCO. Dieses „Erster sein“ mit bahnbrechenden Erfindungen prägt die Innovationsgeschichte des Unternehmens bis heute: Das Mercedes-Benz Intellectual Property umfasst mehr als 60.000 Patente, Marken, Designs und Domains.
Dynamisch der Ideallinie folgend durch Kurven fahren? Vierrädrige Fahrzeuge mit der von Kutschen übernommenen Drehschemellenkung können bei starkem Lenkeinschlag instabil werden. Deshalb setzt Carl Benz beim Patent-Motorwagen zunächst auf drei Räder. 1893 löst der Benz Victoria das grundlegende Problem einer sicheren Lenkung für vierrädrige Automobile: Die Achsschenkellenkung lässt Benz am 28. Februar 1893 patentieren (DRP 73515). Sie ist ein früher Meilenstein für mehr Fahrsicherheit – und ihr Grundprinzip prägt Lenkungen bis heute.
Ein modernes Automobil mit hoher Fahrsicherheit und großer Leistung – das fordert im Jahr 1900 Emil Jellinek, Geschäftspartner der Daimler-Motoren-Gesellschaft und Impulsgeber für den Markennamen Mercedes. Wilhelm Maybach nimmt die Herausforderung an und definiert das Grundkonzept für das moderne Automobil: Mit leistungsfähigem und effizientem Antrieb, breiter Spurweite, langem Radstand und niedrigem Schwerpunkt bricht der Mercedes 35 PS mit dem Konstruktionsprinzip der Kutsche. Ein Schlüsselelement ist der Bienenwabenkühler, ein Wasserkühler mit Wabenstruktur. Maybach meldet ihn am 20. September 1900 zum Patent an (DRP 122766). Er trägt maßgeblich zum Erfolg des Mercedes 35 PS in der Rennveranstaltung Woche von Nizza 1901 bei und ist die Grundlage für das ikonische Kühlerdesign von Mercedes-Benz.
Ab der Fusion 1926 tragen die Fahrzeuge des Unternehmens den Namen Mercedes-Benz. Die neue Marke setzt Maßstäbe mit sportlich-luxuriösen Modellen wie den berühmten Kompressor-Tourenwagen der S-Reihe. Die Antriebe werden immer leistungsfähiger, die Automobile immer schneller. Mercedes-Benz denkt deshalb um 1930 die Fahrwerktechnik grundlegend weiter und führt bei den Typen 380 (W 22, ab 1933) und 500 K/540 K (W 29, ab 1934) die Trapezlenkervorderachse mit Parallelogrammquerlenkern und Schraubenfedern ein. Sie wird zum Meilenstein für Fahrsicherheit und Fahrkomfort – und zum weltweiten Standard.
In den Mercedes-Benz „Heckflosse“-Limousinen der Baureihe 111 hat die von Mercedes-Benz Ingenieur Béla Barényi erfundene Sicherheitskarosserie ihre Premiere. Das Konzept wird bereits am 23. Januar 1951 zum Patent angemeldet (DE 854157 C): eine dreigeteilte Karosserie mit definiert verformbaren Zonen an Front und Heck sowie einer gestaltfesten Passagierzelle in der Mitte. So kann Unfallenergie gezielt abgebaut werden, und die Insassen erhalten einen möglichst sicheren Raum. Dieses Prinzip ist das Fundament der passiven Fahrzeugsicherheit – und Ausgangspunkt vieler weiterer Innovationen.
In der Mercedes-Benz S-Klasse der Baureihe 116 feiert das erste digitale, elektronisch gesteuerte Antiblockiersystem ABS seine Weltpremiere. Es verhindert bei einer Vollbremsung das Blockieren der Räder – das Auto bleibt lenkfähig, und Ausweichen ist möglich. Als erstes digitales Assistenzsystem entsteht es in Zusammenarbeit mit Bosch mit dem gemeinsamen Ziel, Autofahren sicherer zu machen. Auf ABS bauen weitere aktive Sicherheits- und Assistenzsysteme auf. Darunter der Bremsassistent BAS ab 1996, der in kritischen Situationen volle Bremskraft selbst bei nur leichtem Pedaldruck bereitstellt.
In der S-Klasse der Baureihe 126 feiert der Fahrerairbag seine Weltpremiere im Serienfahrzeug. Mercedes-Benz kombiniert ihn mit einem Gurtstraffer für den Beifahrer. Der Airbag ergänzt den Sicherheitsgurt, entfaltet sich bei einem Unfall automatisch und kann Verletzungsfolgen zusätzlich mindern. Das Patent dazu meldet Mercedes-Benz am 23. Oktober 1971 an (DE 2152902 C2). 1988 folgt der Beifahrerairbag – zunächst erneut als Sonderausstattung für die S-Klasse. Weitere Modelle kommen rasch nach. Mit Airbags an unterschiedlichen Positionen im Innenraum entsteht ein umfassendes System.
Das Mercedes-Benz Regelungssystem ESP® ist ein Meilenstein der aktiven Sicherheit. Es kann Schleudern in kritischen Situationen verhindern und so Unfälle vermeiden helfen. Premiere hat es im Februar 1995 in der S-Klasse der Baureihe 140, im Spitzenmodell S 600 Coupé ist es Serienausstattung. Mercedes-Benz entwickelt ESP® über alle Fahrzeugklassen hinweg weiter, ein wichtiges Patent für die Anpassung an die Serie ist DE 4123232 C2. Längst ist ESP® branchenweit verbreitet. In den Folgejahren erhalten Mercedes-Benz Fahrzeuge viele weitere digitale Assistenzsysteme.
Das Auto innerhalb von Sekunden auf einen drohenden Aufprall vorbereiten – das ist die treibende Idee hinter PRE-SAFE®, dem revolutionären Mercedes-Benz System für vorausschauenden Insassenschutz. Es basiert auf dem Patent DE 10121386 C1, erkennt mithilfe leistungsfähiger Sensoren kritische Fahrsituationen und kann mit reversiblen Maßnahmen die Unfallschwere mindern. Premiere hat PRE-SAFE® in der S-Klasse der Baureihe 220. Es prägt den Begriff der präventiven Sicherheit und ist Wegbereiter des Konzepts der integrierten Fahrzeugsicherheit.
Mercedes-Benz ist im Dezember 2021 der weltweit erste Automobilhersteller, der die internationale Systemzulassung für hochautomatisiertes Fahren (SAE Level 3) erhält. Heute treibt die Marke die Entwicklung von Komfort und Sicherheit vereinenden Level-4-Robotaxis auf Basis der neuen S-Klasse voran – unterstützt von Partnern. Mercedes-Benz bietet seit Jahren fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme (SAE Level 2) in seinen Fahrzeugen an. Sie vereinfachen das tägliche Fahren, indem sie bei der Geschwindigkeits- und Abstandsregelung, beim Lenken und Spurwechsel sowie beim Ein- und Ausparken unterstützen. Mit der Einführung von MB.OS und MB.DRIVE stehen in den neuesten Mercedes-Benz Modellen modernste Fahrerassistenzsysteme wie MB.DRIVE ASSIST PRO für die innerstädtische Punkt-zu-Punkt-Navigation zur Verfügung. In den nächsten fünf Jahren will Mercedes-Benz eine Version von MB.DRIVE PILOT anbieten, die Geschwindigkeiten von 130 km/h erreichen kann.
Der Technologieträger Mercedes-Benz VISION EQXX zeigt, wie effizient ein Elektroauto sein kann. Er demonstriert auf mehreren dokumentierten Langstreckenfahrten Reichweiten von mehr als 1.200 Kilometern bei Verbräuchen von unter 10 kWh pro 100 Kilometer, unter anderem auf den Strecken von Sindelfingen nach Cassis und von Stuttgart nach Silverstone. Zugleich dient er als Blaupause für zukünftige Modelle: Optimierte Aerodynamik, konsequente Gewichtsreduzierung, moderne Software-Architekturen und ein ressourcenschonendes Design greifen ineinander – für maximale Effizienz ohne Verzicht auf Alltagstauglichkeit.
Statt vieler einzelner Steuergeräte und Softwarewelten nebeneinander bündelt das durchgängige Fahrzeugbetriebssystem MB.OS zentrale Bereiche wie Infotainment, ADAS (fortschrittliche Fahrassistenzsysteme)/automatisiertes Fahren, Antriebssteuerung und Cloud-Dienste auf einer vereinheitlichten Software- und Hardware-Plattform. Das revolutioniert das Automobil vor allem durch ein konsistentes Nutzererlebnis über verschiedene Modelle hinweg, ermöglicht schnellere Entwicklung, neue Funktionen und Over-the-Air-Updates. Premierenfahrzeug ist der 2025 vorgestellte CLA. Die Bedeutung ist groß: MB.OS wird die digitale Grundlage aller zukünftigen Mercedes-Benz Fahrzeuge sein. Es hält sie langfristig aktuell und bringt neue Features deutlich effizienter in die Flotte.
Die Kontinuität des Innovationsgeists von Mercedes-Benz zeigt sich nicht nur in der 140-jährigen Geschichte des Automobils, sondern auch in den gegenwärtigen Forschungsaktivitäten, die das nächste Kapitel dieser Erfolgsgeschichte schreiben. Geprägt vom Erbe von Carl Benz und Gottlieb Daimler erforscht Mercedes-Benz bereits heute Innovationen für ein völlig neues Zeitalter der Mobilität. Hier einige Beispiele: