Daimler erzielt Einigung in Diesel-Verbraucher-Sammelklage in Kanada

10. Dezember 2021 - Die Daimler AG, ihre Tochtergesellschaft Mercedes-Benz Canada Inc. und weitere verbundene Unternehmen haben bei der kanadischen Verbraucher-Sammelklage „Kalra v. Daimler AG, Mercedes-Benz Canada Inc. (“MBC”), Mercedes-Benz USA, LLC (“MBUSA”) und Mercedes-Benz Financial Services Canada (“MBFS”) (zusammen „Daimler”)” eine Einigung über einen Vergleich erzielt, um das Verfahren einvernehmlich zu beenden.

Der Vergleich betrifft insgesamt rund 83.000 Mercedes-Benz Diesel-Pkw der Modelljahre 2009 bis 2016 und Mercedes-Benz Diesel-Sprinter-Vans der Modelljahre 2010 bis 2016 mit BlueTEC II Abgasreinigungssystemen, die an in Kanada ansässige Kunden verkauft oder verleast wurden. Der Vergleich steht unter dem Vorbehalt der finalen Zustimmung des Ontario Superior Court of Justice (Kanada), wo die Vergleichsvereinbarung eingereicht wurde.

Daimler macht mit diesem Vergleich einen weiteren Schritt in Richtung Rechtssicherheit im Zusammenhang mit verschiedenen Diesel-Verfahren. Mit der Beilegung des Verfahrens werden langwierige streitige Auseinandersetzungen vor Gericht mit entsprechenden rechtlichen und finanziellen Risiken vermieden. Das Unternehmen bestreitet die wesentlichen Tatsachenbehauptungen und geltend gemachten rechtlichen Ansprüche der Kläger sowie der Mitglieder der Sammelklage. Durch den Vergleich wird die Sammelklage beigelegt, ohne festzustellen, ob es sich bei Funktionalitäten in den Fahrzeugen von Daimler um unzulässige Abschalteinrichtungen handelt.

Die geschätzten Kosten für die Beilegung der Verbraucher-Sammelklage betragen ca. 250,2 Mio. CAD (ca. 174,5 Mio. €).

Informationen über den Vergleich sowie die daraus resultierenden Anspruchsgrundlagen und Leistungen für die anspruchsberechtigten Kunden werden zeitnah online veröffentlicht. Mitglieder der Sammelklage werden dann auch über weitere Einzelheiten informiert.

Im Rahmen des Vergleichs wird Mercedes-Benz Canada den Eigentümern bestimmter Diesel-Fahrzeuge eine Service-Maßnahme anbieten. Die Maßnahme basiert technisch auf der Serviceaktion, die US-Kunden als Teil von Vergleichen bezüglich Diesel-Emissionen mit verschiedenen US-Regulierungsbehörden und Klägern in einer US-Verbraucher-Sammelklage angeboten wird.

In Europa wurden die Fahrzeuge, die Gegenstand des Vergleichs in Kanada sind, in dieser Konfiguration nicht verkauft. Die Steuerungssoftware der kanadischen Fahrzeuge unterscheidet sich auch aufgrund des unterschiedlichen Zertifizierungs- und Rechtsrahmens von in Europa verkauften Modellen.

Wechselrate vom 10.12.2021, 1 CAD = 0,697 EUR